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Geschrieben von Paul DruryPaul Drury

Kommunikative Fähigkeiten: Wie präsentiere ich sie im Lebenslauf?

8 Min Lesedauer
Kommunikative Fähigkeiten: Wie präsentiere ich sie im Lebenslauf?
Artwork von:Nelly Borisova
Wer seine kommunikativen Fähigkeiten im Lebenslauf hervorhebt, zeigt damit dem zukünftigen Arbeitgeber, wie er/sie persönliche Ziele im Zusammenspiel mit den Leuten aus dem eigenen Umfeld erreicht. Diese Beispiele helfen dir, deine Botschaft richtig zu vermitteln.

Neben einer Vielzahl von anderen Vorteilen helfen uns kommunikative Fähigkeiten dabei, Konzepte zu erläutern, Konflikte beizulegen, Deals auszuhandeln, technische Details in die Praxis umzusetzen, Feedback zu äußern und Ideen zu präsentieren. 

Ideen wandern so lange zwischen zwei Personen oder innerhalb einer Gruppe hin und her, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Kommunikation erwacht zum Leben, wenn die Teilnehmer wissen, wie man sie gezielt nutzt, um zu einem möglichst optimalen Schluss zu kommen.

Arbeitgeber erwarten einen Lebenslauf, der auf solche Erfolge verweist, aber Kommunikation ist ein vielfältiges Thema. Entscheidend ist herauszufinden, welche Fähigkeiten man für die anvisierte Arbeitsstelle besonders braucht. Zunächst müssen wir zwischen vier Haupttypen von kommunikativen Fähigkeiten unterscheiden:

Die vier Hauptfähigkeiten der Kommunikation

Kommunikative Fähigkeiten lassen sich im Grunde genommen in vier Kategorien einteilen:

1. Verbale Kommunikationsfähigkeiten beziehen sich auf das gesprochene Wort. Dabei geht es allerdings um weitaus mehr als nur um ein einfaches Gespräch. Auch in Videokonferenzen sowie bei Präsentationen und Meetings müssen Ideen präzise und selbstsicher geäußert werden. 

Um die Sache noch komplexer zu machen: Auch der Tonfall und sogar die Betonung sind mit dafür ausschlaggebend, wie eine Äußerung beim Gegenüber ankommt. Beim Schreiben eines Lebenslaufs sollte man daher sorgfältig auf dieses Detail achten.

2. Nonverbale Kommunikationsfähigkeiten sind nach weit verbreiteter Ansicht wichtiger als das, was man mit Worten sagt. Körpersprache und Gesichtsausdruck können deine Worte in erheblichem Maße verändern. 

Gute Kommunikatoren haben ein feinsinniges Gespür für diese Mikro-Verhaltensweisen entwickelt, und dein Lebenslauf sollte klarstellen, dass du solche subtilen Hints sowohl aussenden als auch verstehen kannst.

3. Schriftliche Kommunikationsfähigkeiten drohen im Zeitalter von Zoom, Instant Messaging und Emojis schon fast ein wenig unterzugehen, aber nach wie vor gilt: „Was nicht zu Papier gebracht wurde, existiert nicht.“ Und wenn man etwas zu Papier bringt, sollte es schon eindeutig sein, ohne Spielraum für Interpretationen. Denn du wirst nicht in der Lage sein, dich persönlich zu erklären, wenn andere es lesen. Fähigkeiten in schriftlicher Kommunikation sind vor allem für Blogger wichtig.

Der Nachweis solcher schriftlichen Kommunikationsfähigkeiten ist im Rahmen einer Bewerbung nicht weiter schwierig: Schließlich ist dein Lebenslauf idealerweise das beste Beispiel dafür, wie du mit Sprache überzeugen und beeindrucken kannst.

4. Visuelle Kommunikationsfähigkeiten: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. In einer Welt, in der die Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer wird und in der man mit den technologischen Möglichkeiten vieles in beeindruckende Grafiken und mitreißende Präsentationen packen kann, wird die Fähigkeit, Ideen visuell zu kommunizieren, in vielen Berufen (z. B. bei Content-Vermarktern) schnell zu einer knallharten Voraussetzung. 

In vielen Berufsfeldern gehört eine Mappe mit Arbeitsproben inzwischen unweigerlich zur Bewerbung dazu. Einen Eindruck vom eigenen visuellen Kommunikationsarsenal kann man auch über Links zu den Profilen in den sozialen Medien vermitteln.

Aus diesen vier globalen Bereichen werden hier einige spezifische Kommunikationsfähigkeiten herausgegriffen, garniert mit lebenslauftauglichen Beispielen.

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Soft Skills gehören zu den wichtigsten Qualitäten, mit denen du im Wettbewerb um deine nächste Arbeitsstelle punkten kannst. Wer solche immateriellen Fähigkeiten in seinen Lebenslauf aufnimmt, zeigt damit, dass er/sie die Unternehmenskultur versteht und von Anfang an ein Gewinn für das Unternehmen sein könnte.

Kommunikative Fähigkeiten für deinen Lebenslauf

Hier einige Beispiele für kommunikative Fähigkeiten für deinen Lebenslauf, die deinem Gegenüber einen Eindruck davon vermitteln, wie du deinen Arbeitsalltag angehst. Welche dieser neun Fähigkeiten beherrschst du am besten?

Reflektion

Innehalten, nachdenken über das, was gesagt wurde, und erst dann eine wohlüberlegte Antwort geben – genau auf diese Fähigkeit kommt es in einem produktiven Gespräch an. Dies geht über das reine Zuhören hinaus. Vielmehr geht es darum, auf die Kommunikation, die auf dich zukommt, aufzubauen. 

Klarheit

„Fasse dich kurz“, konnte man früher in jeder Telefonzelle lesen. Und tatsächlich: Keiner möchte eine Minute lang zuhören, wenn man dasselbe auch in nur fünf Sekunden sagen könnte. 

Einfache Botschaften bleiben eher im Gehirn haften. So verlockend es auch sein mag, ausführlich über Ideen zu reden, die das Unternehmen revolutionieren könnten – je länger man dies tut, desto eher neigt der eigentliche Kern der Botschaft dazu, verloren zu gehen. Deshalb: Denke nach, bevor du etwas sagst, und halte deine Botschaft kurz und knapp.

Zuhören

Aktives Zuhören erwächst aus dem Verlangen, eine Mitteilung wirklich verstehen zu wollen, statt sie nur zu hören. Gute Zuhörer geben dem Kommunikator die Möglichkeit, seine Botschaft zu vollenden, bevor sie sich dazu äußern.

Feedback

Feedback geben und erhalten ist der Kern einer produktiven Kommunikation. Solange wir nicht wissen, was andere von unseren Ausführungen halten, ist es unmöglich, unseren Gedankengang darauf einzustellen. 

Offenheit

Wenn wir alle dasselbe denken würden, wäre das Leben ganz schön langweilig. Schlimmer noch: Die ganze Menschheit käme zum Erliegen. Offen zugeben, dass die Ideen der anderen möglicherweise von unseren eigenen Ideen abweichen, ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Suche nach kreativen Lösungen in einem Kommunikationsprozess. 

Einfühlungsvermögen

Jemandem zu sagen, man würde seine Sichtweise verstehen, reicht nicht. Echtes Einfühlungsvermögen ist daran zu erkennen, wenn dein Verhalten zeigt, dass die Perspektive des anderen dich beeinflusst hat. Alle Nase lang hört man „Ich verstehe dich“, und dabei bleibt es dann.

Wenn die andere Person jedoch erfährt, dass du dich mit ihrer Sichtweise auseinandersetzt (oder es zumindest versuchst), dann entsteht Kommunikation, weil beide Gesprächspartner sich einander öffnen und auch auf der tieferen Gefühlsebene miteinander reden. Jede Person bringt ein Stück Erfahrung mit. Das sollte man anerkennen.

Ehrlichkeit

Wer authentisch kommuniziert und mit offenen Karten spielt, gewinnt das Vertrauen des anderen. Es wird immer Leute geben, die nur darauf warten, unsere Ideen ins Lächerliche zu ziehen, nur um daraufhin die eigene Agenda voranzutreiben. Aber wenn die Kommunikation nicht offen und ehrlich ist, kann der Weg zum Konsens steinig und qualvoll sein. 

Verhandlungsgeschick

Oft ist der Arbeitsalltag ein Geben und Nehmen. Ein gewisses Verhandlungsgeschick sowie Influencer-Qualitäten sind von Nutzen, wenn man dafür sorgen will, dass man selbst und als Team bekommt, was man braucht.

Ausgeglichenheit

Ausgeglichenheit trägt wesentlich zu einer guten Kommunikation bei. Ansichten werden besprochen, Ergebnisse vereinbart, Reden und Zuhören halten sich die Waage. Wenn beide Seiten die Kommunikation für ausgewogen halten, kann auch mit dem Endergebnis nicht viel schief gehen.

So listet man kommunikative Fähigkeiten im Lebenslauf

So langsam dürfte klar geworden sein, dass es nicht ausreicht, einfach nur „kommunikative Fähigkeiten“ in den entsprechenden Abschnitt im Lebenslauf zu schreiben. Dafür ist diese höchstpersönliche Eigenschaft einfach zu wichtig, trägt sie doch wesentlich mit dazu bei, dass der Arbeitsalltag funktioniert.

Vielleicht nimmst du einige der obigen Beispiele in deine Lebenslauf-Zusammenfassung auf und flechtest ruhig einige kommunikative Erfolgsstorys aus deiner Arbeitsvergangenheit ein. Der Abschnitt „Fähigkeiten“ ist den tiefergehenden Kommunikationsfähigkeiten vorbehalten.

Verwende effektive Aktionsverben, um den Kontext der Kommunikation deutlicher zu schildern, und belege die Ergebnisse deiner effektiven Kommunikation möglichst mit harten Zahlen und Fakten. Denn effektive Kommunikation lässt sich messen. Und das sollte man auch tun.

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