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Geschrieben von Susan ShorSusan Shor

Ein Jobangebot ablehnen

10 Min Lesedauer
Ein Jobangebot ablehnen
Wenn du eine Stelle, auf die du dich beworben hast, dennoch nicht antreten kannst, musst du sie leider ablehnen. Dabei solltest du besonnen vorgehen: höflich und würdevoll. In diesem Blog zeigen wir dir einige Strategien dafür.

Du bist in einer beneidenswerten, aber dennoch schwierigen Lage.

Entweder hast du die Auswahl zwischen mehreren Stellenangeboten (gut für dich!) oder du hast festgestellt, dass die angebotene Tätigkeit doch nicht das Richtige für dich ist. Jetzt fällt dir die schwierige Aufgabe zu, die Stelle, die du nicht antreten wirst, abzulehnen. Bei einer Ablehnung solltest du taktvoll und besonnen vorgehen, damit du nicht alle Brücken abbrichst und damit du dir Kontakte erhalten kannst, die dir irgendwann von Nutzen sein können. 

Eines gilt auf jeden Fall: Gehe den Leuten, deren Jobangebot du ablehnen musst, auf keinen Fall aus dem Weg. Denn man sieht sich immer zweimal, und es wäre schade, wenn du irgendwann im Laufe deiner Karriere zu spüren bekommst, dass du grundlos eine Tür hinter dir zugeschlagen hast. Einfach den Kopf in den Sand stecken und nichts zu sagen, ist nicht nur unhöflich, sondern lässt auch durchblicken, dass du die Zeit und die Arbeit der betreffenden Person bei der Vorbereitung deines Stellenangebotes nicht zu würdigen weißt.

Gerade beim Neinsagen ist es wichtig, höflich, direkt und ehrlich zu sein, auch wenn es dir möglicherweise peinlich ist. Wichtig ist auch, dies möglichst zeitnah zu erledigen, um die Zeit des/der Personalverantwortlichen nicht mehr als notwendig in Anspruch zu nehmen. Denn die Besetzung von Stellen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Gerade deshalb solltest du ihnen Respekt für ihren Zeitaufwand und ihr Engagement in deiner Sache erweisen. Denke auch daran, dass eine unbesetzte Stelle dazu führen kann, dass der übrigen Belegschaft eine zusätzliche Last aufgebürdet wird, bis eine andere Kraft eingestellt wird. Daher solltest du die Einstellungsabläufe bei diesem Arbeitgeber nicht länger als nötig verzögern.

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Gehaltsverhandlungen sind ein Aspekt, mit dem du dich befassen solltest. Hier einige Ratschläge, wie man dieses Thema möglichst stressfrei angehen kann.

Betrachten wir einmal einige Möglichkeiten, wie man ein Stellenangebot takt- und würdevoll ablehnen kann. Manchmal weißt du auf Anhieb, dass diese Stelle nicht die richtige für dich ist. Wenn du dieses Gefühl hast, nur keine falsche Scheu: Sage es ganz offen und möglichst sofort. Je früher du diese Entscheidung triffst, desto mehr Zeit spart ein/e Personalverantwortliche/r. Möglicherweise wird man sich später sogar als dankbar erweisen und an dich denken, wenn eine Stelle frei wird, die besser zu dir passen würde.

Wenn du bereits längere Zeit mit dem/der Personalverantwortlichen in Kontakt gestanden hast, kannst du dies mit einem freundlichen Telefongespräch erledigen, um es persönlich zu halten. Allerdings ist in vielen Fällen eine höfliche Antwort per Brief oder E-Mail die beste Lösung. Ein solches Schreiben gibt dir die Möglichkeit, genau darüber nachzudenken, was du sagen willst und wie du es sagen willst. Mit etwas Schriftlichem behält dich der/die Personalverantwortliche zudem besser im Gedächtnis, falls eure Wege sich irgendwann noch einmal kreuzen sollten.

E-Mail-Beispiele für die Ablehnung eines Jobangebotes

Beispiel

Sehr geehrte/r Herr/Frau (Name des/der Personalverantwortlichen),

ganz herzlichen Dank für Ihr Angebot, mich als (Berufsbezeichnung) bei (Name des Unternehmens) einzustellen. Ihr Engagement während des gesamten Einstellungsverfahrens weiß ich sehr zu schätzen und den Kontakt mit Ihnen habe ich als äußerst angenehm empfunden. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich mich dennoch dazu entschieden habe, Ihr Angebot nicht anzunehmen.

Mir wurde bei einem anderen Unternehmen eine Anstellung angeboten und ich bin darauf eingegangen. (Hier kannst du so konkret oder so vage sein, wie du selbst willst.) Die Entscheidung ist mir sicherlich nicht leicht gefallen, zumal Sie sich viel Zeit genommen und mir ein ausgesprochen großzügiges Angebot gemacht haben. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass sich irgendwann in Zukunft dennoch die Gelegenheit bietet, miteinander zusammenzuarbeiten.

Ich würde mich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

(Dein Name)

Kopiert!

Man sieht sich 

Weil nichts im Leben sicher ist, kann es nie schaden, Kontakte und positive Beziehungen zu anderen Unternehmen zu pflegen. Vielleicht klappt es ja nicht so recht mit dem Job, den du angenommen hast. In dem Fall könnte es durchaus sinnvoll sein, wieder auf das Unternehmen zuzugehen, dessen Angebot du seinerzeit abgelehnt hast. Aber auch dabei solltest du besonnen vorgehen. Schließlich möchtest du bei keinem der Unternehmen den Eindruck erwecken, du seist unzuverlässig oder unentschlossen. Eine gute Strategie ist daher nicht verkehrt.

Soll ich mich gleich bewerben? Soll ich es anders angehen? Den perfekten Job zu finden, kann mitunter frustrierend sein. Bevor du dich entscheidest, auf welche Stellen du dich bewirbst, solltest du dir einige Fragen stellen. Hier einige wichtige Ratschläge für deine Bewerbungsentscheidung.

Vielleicht schreibst du ja eine E-Mail, die ungefähr so aussieht:

Sehr geehrte/r Herr/Frau (Name des/der Personalverantwortlichen),

ich hoffe, es geht Ihnen gut. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. Ich hatte (im letzten Jahr, vor x Monaten usw., je nachdem, wann das Bewerbungsgespräch stattgefunden hat) das Vergnügen, Sie kennenzulernen und hatte im Stillen gehofft, dass sich unsere Wege irgendwann noch einmal kreuzen würden. Ich bin inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass meine starken Seiten in meiner derzeitigen Stelle nicht ausreichend zur Geltung kommen, und bemühe mich gerade um eine neue Herausforderung. Vielleicht gibt es ja noch Möglichkeiten, gemeinsam mit Ihnen auszuloten, ob es für mich Perspektiven bei (Name des Unternehmens) gibt. 

Sollte die Stelle, auf die ich mich seinerzeit beworben habe, noch verfügbar sein, würde ich mich sehr freuen, wieder als Bewerber/in berücksichtigt zu werden. Selbstverständlich bin ich auch anderen Einstellungsmöglichkeiten gegenüber offen. Meinen aktualisierten Lebenslauf habe ich angehängt. Wäre es vielleicht möglich, einen Termin zu vereinbaren, um eventuelle Karriereaussichten persönlich zu besprechen? Ich bedanke mich für Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit und würde mich über eine Rückantwort Ihrerseits sehr freuen.

​Mit freundlichen Grüßen

(Dein Name)

Kopiert!

Vielleicht hast du seinerzeit einen Job angenommen, der dir einige Zeit lang gut gefallen hat, aber inzwischen kribbelt es wieder in dir. Du suchst nach einer neuen Herausforderung auf höherem Niveau und du siehst in dem Unternehmen, dessen Stelle du seinerzeit abgelehnt hast, genau die richtige Perspektive.

So könnte die E-Mail aussehen, die du versendest:

Sehr geehrte/r Herr/Frau (Name des/der Personalverantwortlichen),

​ich hoffe, es geht Ihnen gut. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. Ich hatte (im letzten Jahr, vor x Monaten usw., je nachdem, wann das Bewerbungsgespräch stattgefunden hat) das Vergnügen, Sie kennenzulernen und hatte im Stillen gehofft, dass sich unsere Wege irgendwann noch einmal kreuzen würden. Seinerzeit hatten Sie mir die Stelle eines/einer (Berufsbezeichnung) angeboten, allerdings habe ich es damals vorgezogen, meine derzeitige Stelle bei (Name des Unternehmens) anzunehmen, weil meine Talente dort stärker zur Geltung kamen.

In den letzten (Zeitrahmen der derzeitigen Anstellung) habe ich viel gelernt und wäre reif für eine neue Herausforderung. Meinen aktualisierten Lebenslauf habe ich angehängt. Wäre es vielleicht möglich, einen Termin zu vereinbaren, um eventuelle Karriereaussichten persönlich zu besprechen? Ich bedanke mich für Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit und würde mich über eine Rückantwort Ihrerseits sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

(Dein Name)

Kopiert!

Vielleicht hast du ein Stellenangebot bei dem Unternehmen gesehen.

Hier ein E-Mail-Beispiel für diesen Fall:

Sehr geehrte/r Herr/Frau (Name des/der Personalverantwortlichen),

​ich hoffe, es geht Ihnen gut. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. Ich hatte (im letzten Jahr, vor x Monaten usw., je nachdem, wann das Bewerbungsgespräch stattgefunden hat) das Vergnügen, Sie kennenzulernen und hatte im Stillen gehofft, dass sich unsere Wege irgendwann noch einmal kreuzen würden. Seinerzeit hatten Sie mir die Stelle eines/einer (Berufsbezeichnung) angeboten, allerdings habe ich es damals vorgezogen, meine derzeitige Stelle bei (Name des Unternehmens) anzunehmen, weil meine Talente dort stärker zur Geltung kamen. Allerdings hat mich Ihr Unternehmen sehr beeindruckt, insbesondere (hier zwei Aspekte auflisten, z. B. die Arbeitsumgebung, die Unternehmensphilosophie, das Geschäftsmodell usw.). Deshalb ist mir die Entscheidung, Ihr Angebot am Ende dennoch abzulehnen, alles andere als leicht gefallen.

In den letzten (Zeitrahmen der derzeitigen Anstellung) habe ich viel gelernt und wäre reif für eine neue Herausforderung. Nun habe ich auf (Fundort des Stellenangebotes) gesehen, dass Sie gerade auf der Suche nach eine/r (Berufsbezeichnung) sind, und bin der Ansicht, dass dies hervorragend zu mir passen würde. Meinen aktualisierten Lebenslauf habe ich angehängt. Wäre es vielleicht möglich, einen Termin zu vereinbaren, um meine Aussichten auf diese Stelle persönlich zu besprechen? Ich bedanke mich für Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit und würde mich über eine Rückantwort Ihrerseits sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

(Dein Name)

Kopiert!

Hier ein paar Tipps:

  • Suche gezielt nach Stellenangeboten auf der Website des betreffenden Unternehmens. Erwähne in deinem Anschreiben, dass du das Stellenangebot dort gefunden hast. Damit signalisierst du dem/der Personalverantwortlichen, dass du gezielt nach einer Stelle in diesem Unternehmen gesucht hast.
  • Allerdings solltest du dich auch mit deinem bisherigen Unternehmen weiterhin gut stellen. Sei taktvoll bei deiner Kündigung. In etwa so taktvoll, wie du es bei der Ablehnung eines anderen Jobangebotes wärst.
  • Vermeide negative Töne. Aussagen wie „Ich wollte den Job zwar haben, aber das Gehalt ist mir zu niedrig.“ dürften eher weniger gut ankommen. Denn schließlich hättest du in diesem Fall selbst ein höheres Gehalt aushandeln können.
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