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Geschrieben von Rolf BaxRolf Bax

Der funktionale Lebenslauf: Beispiele, Tipps und kostenlose Vorlagen

11 Min Lesedauer
Der funktionale Lebenslauf: Beispiele, Tipps und kostenlose Vorlagen
Ein funktionaler Lebenslauf - was ist das und wer braucht ihn? Komplett mit Tipps, Beispielen und kostenlosen Lebenslaufvorlangen.

Der funktionale Lebenslauf eignet sich vor allem für Personen, die in puncto Studium und Ausbildung einiges mitbringen oder die über begehrte jobspezifische Fähigkeiten verfügen. Das können Absolvent/innen, aber auch erfahrene Arbeitskräfte aus anderen Branchen sein, die ihr Können in ein neues Umfeld einbringen möchten. Aber auch Leute, deren Karriere noch nicht so weit fortgeschritten ist und deren Fähigkeiten wichtiger sind als eine lange Liste von Arbeitgebern aus der Vergangenheit, können davon profitieren.

Ein funktionaler Lebenslauf hebt deine Fähigkeiten und Talente hervor und verdeutlicht, wie relevant sie für deine zukünftige Stelle sein können. In vielen Fällen stimmen deine Fähigkeiten nahezu genau mit den Fähigkeiten aus der Stellenausschreibung überein. Diese Art von Lebenslauf passt zu Leuten, die in technischen oder handwerklichen Berufen arbeiten oder die eine berufliche Veränderung anstreben.

Aufbau eines funktionalen Lebenslaufs

Der Aufbau eines funktionalen Lebenslaufs ist sehr spezifisch. Seine Struktur soll Recruitern einerseits dabei helfen, deine Qualifikationen für die Stelle schnell zu erkennen, andererseits soll sie Lust auf mehr machen: Ein einfacher Weg zur Erstellung eines Lebenslaufs ist die Auswahl einer funktionalen Vorlage, die man online finden kann. In dieser Vorlage gibst du deine Daten in die entsprechenden Abschnitte ein und lässt dich von der Benutzerführung dieser Vorlage leiten. Allerdings solltest du dich schon ein wenig mit der Struktur eines funktionalen Lebenslaufs befassen.

Die Grundstruktur für einen funktionalen Lebenslauf:

  • Name und Kontaktdaten (E-Mail, Telefon und möglicherweise Wohnort, aber keinesfalls eine Anschrift).
  • Berufsbezeichnung: sollte mit der Bezeichnung der Stelle übereinstimmen, auf die du dich bewirbst.
  • Zusammenfassung der entsprechenden Fähigkeiten und Erfahrungen, die für die Stellenausschreibung relevant sind.
  • Konkrete Fähigkeiten (Hard Skills): Hier liegt der Schwerpunkt. Dies sind die Fähigkeiten, die du unmittelbar im Job brauchst.
  • Zusätzliche Fähigkeiten: die sogenannten Soft Skills, die deine Eignung für den Job unterstreichen.
  • Ausbildung: Studium, Berufsausbildung und nachträgliche Qualifikationen in spezifischen Bereichen (Hinweis: Dies könnte noch vor dem eigentlichen Kompetenzteil stehen).
  • Erfahrung: Kurzauflistung bisheriger Arbeitgeber mit Zeitangaben und Berufsbezeichnung.
  • Branchenspezifische Zertifikate.
  • Mitgliedschaft in Berufsverbänden.
  • Ehrenamtliches Engagement.

Abschnitte, die in einen funktionalen Lebenslauf gehören

Die wichtigsten Inhalte, die du in deinen Lebenslauf aufnimmst, sind bei allen Lebenslaufformen im Grunde genommen gleich oder zumindest ähnlich. Wie du sie jedoch aufbereitest und wie sehr du bei den jeweiligen Abschnitten ins Detail gehst, richtet sich nach der Art des Lebenslaufs, den du verfasst. Hier einige Empfehlungen zu Inhalten und Aufbau in einem funktionalen Lebenslauf.

Kontaktdaten

Der Lebenslauf beginnt mit deinen Kontaktdaten. Damit ermöglichst du deinem Arbeitgeber, dich zu erreichen oder zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, was ja genau Sinn der Sache ist. Zu deinen Kontaktdaten gehören in der Regel:

  • Name
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • URL des LinkedIn- bzw. XING-Profils

Diese Angaben sollten auf jeder Seite des Lebenslaufs oben stehen, damit der Arbeitgeber jederzeit weiß, wessen Lebenslauf er gerade liest. Verwende für deinen Namen eine etwas größere Schrift als für die übrigen Kontaktdaten. Deine E-Mail-Adresse und deine LinkedIn- bzw. XING-URL sind im Idealfall als Links formatiert, die der Arbeitgeber anklicken kann. Jedes kleine Detail, das dem Arbeitgeber die Sache erleichtert, ebnet dir den Weg zum Vorstellungsgespräch.

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Wenn du dir bezüglich eines Fotos im Lebenslauf nicht sicher bist, ist es ratsam, ein solches eher auszulassen. Stellenbewerbungen erfordern selten Fotos, es sei denn, es geht um Modelling oder ähnliche Bereiche.

Die Zusammenfassung

Der nächste Bestandteil deines funktionalen Lebenslaufs ist eine kurze Zusammenfassung deines beruflichen Hintergrunds. Darin erfährt der Arbeitgeber gleich von Anfang an etwas über dich, das ihn im Idealfall zum Weiterlesen animiert. Sieh es als eine Art Elevator Pitch, als eine Antwort auf die aus Vorstellungsgesprächen berüchtigte Frage „Erzählen Sie uns etwas über sich“. Der Abschnitt sollte deine Fähigkeiten, deine Erfahrung und deinen Mehrwert für das Unternehmen des Arbeitgebers in 2-3 Sätzen schildern.

Fähigkeiten

Zu diesem Abschnitt, auch Kompetenzteil genannt, gehören sowohl die eigentlichen Fähigkeiten, die du für den Job brauchst (die Hard Skills), als auch die Soft Skills, die deinen Charakter prägen. Vor allem diese Kategorie sagt viel darüber aus, wie du dich in das Arbeitsumfeld deines Arbeitgebers einfügen kannst. Man denke an Kommunikation, Teamfähigkeit, Blick fürs Wesentliche usw.

Erfahrung

Ähnlich wie beim Kompetenzteil unterscheidet sich die Darstellung des beruflichen Werdegangs je nach der Lebenslaufform, die du bevorzugst. Bei allen Formaten gehört in jedem Fall Folgendes dazu:

  • Funktionsbezeichnung
  • Name des Unternehmens
  • Ort
  • Zeitraum des Arbeitsverhältnisses

Die einzelnen Stationen werden umgekehrt-chronologisch gelistet, d. h. die am kürzesten zurückliegende Anstellung kommt zuerst. Länger als 10 Jahre sollte die Auflistung übrigens nicht zurückreichen. Alles, was davor liegt, ist entweder für die heutigen Gegebenheiten nicht mehr relevant oder wurde bereits in den übrigen Stationen deiner Karriere beschrieben.

In einem funktionalen Lebenslauf sind nähere Angaben eigentlich nicht nötig. Der Schwerpunkt liegt eher bei deinen Fähigkeiten, auf die du bereits detailliert eingegangen bist.

Ausbildung

Dieser Abschnitt beschreibt sowohl die formelle als auch deine informelle Ausbildung, insofern sie für den anvisierten Job relevant ist. Die formelle Ausbildung wird umgekehrt chronologisch aufgelistet, beginnend beim am kürzesten zurückliegenden Abschluss oder beim höchsten erreichten Bildungsgrad. Aufzuführen sind:

  • Abschluss mit Studienfächern
  • Bildungseinrichtung
  • Zusätzliche Aktivitäten, z.B. bekleidete Ämter, Mitgliedschaft in Organisationen, maßgebliche Projekte oder Veröffentlichungen

Wenn du dich zusätzlich noch fortgebildet hast, gehört auch das in deinen Lebenslauf. Solche Beschreibungen sollten enthalten:

  • Name des Kurses oder des erreichten Zertifikats
  • Bildungseinrichtung oder ausstellende Behörde
  • Zeiträume

Das beste Beispiel für einen funktionalen Lebenslauf 

Nachfolgend siehst du ein Beispiel für einen überzeugenden funktionalen Lebenslauf. Mit ein paar Mausklicks in unserem benutzerfreundlichen Lebenslauf-Editor erstellst du ihn für dich selbst.

Funktionalen lebenslauf beispiel

Vor- und Nachteile eines funktionalen Lebenslaufs

Ein funktionaler Lebenslauf bietet bestimmte Vorteile, die deiner beruflichen Karriere Auftrieb verschaffen können. Diese Form ist allerdings nicht für jeden geeignet, weil die Struktur gerade in puncto Karriereverlauf wenig Spielraum lässt. Aber gehen wir die Vor- und Nachteile eines solchen Lebenslaufs einmal durch.

Vorteile eines funktionalen Lebenslaufs:

  • Gut geeignet für Personen, die noch nicht über viel Erfahrung verfügen.
  • Bessere Betonung der persönlichen Eigenschaften.
  • Ideal für Studierende oder Absolvent/innen.
  • Kann für einen Berufswechsel genutzt werden und zeigt übertragbare Fähigkeiten auf.
  • Die beste Möglichkeit, um Ausbildung und Fähigkeiten ohne Berufserfahrung hervorzuheben.

Nachteile eines funktionalen Lebenslaufs:

  • Keine Auflistung der Karrierestationen und damit keine Möglichkeit zum Hervorheben von vorherigen Arbeitsverhältnissen.
  • Man könnte dich irrtümlich für einen Berufseinsteiger halten.
  • Geringere Möglichkeiten zur Herausstellung von Fähigkeiten, die man sich in bisherigen Anstellungen angeeignet hat.
  • Bei manchen Arbeitgebern nicht besonders beliebt.
  • Man könnte als Bewerber/in ohne große Erfahrung im jeweiligen Bereich auffallen.

Der kombinierte Lebenslauf - was ist das?

Ein funktionaler Lebenslauf empfiehlt sich dann, wenn man Fähigkeiten und Wissen hervorheben möchte, die nicht mit einer bisherigen Arbeit im Zusammenhang stehen. Aber wenn man dann eben doch über Erfahrung verfügt? Dann kann ein kombinierter Lebenslauf sehr von Vorteil sein.

Der kombinierte Lebenslauf übernimmt Elemente eines funktionalen Lebenslaufs, enthält aber auch eine verkürzte Aufstellung der Arbeitsvergangenheit, ähnlich wie bei dem umgekehrt-chronologischen Lebenslauf. Im Allgemeinen steht die Aufstellung der Fähigkeiten/Erfahrung aus dem funktionalen Lebenslauf zuoberst auf der Seite, gefolgt von den Karrierestationen. 

Der kombinierte Lebenslauf ist eine ideale Lösung, wenn du zwar einiges an Arbeitserfahrung vorzuweisen hast, aber möglicherweise nicht genug für einen reine chronologische Form. Diese Mischform bietet sich ebenfalls für eher kreative Metiers, bei denen es mehr auf deine Fähigkeiten ankommt als auf frühere Arbeitgeber. Auch Freiberufler greifen gerne auf dieses Format zurück, weil sie damit einerseits ihre angebotenen Leistungen in den Vordergrund stellen, andererseits aber auch mit ein paar beeindruckenden Referenzkunden glänzen können.

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